Oh schön Eine Neuinterpretation der amerikanischen Natur durch die Algorithmen, die wir verwenden, um sie zu konsumieren. Vor 175 Jahren befand sich eine Gruppe von Künstlern an einem Scheideweg. 👇
Das Land, das sie kannten und liebten, versuchte, sich von innen heraus zu zerreißen. Gleichzeitig zerstörte die drohende Bedrohung durch die Expansion der Städte die Natur, die sie so sehr schätzten.
Also, sie wandten sich ab. Sie begannen, die Landschaften als eine Form des Eskapismus zu malen, um ihren Geist von den Ängsten der Zeit zu befreien.
Sie konnten jedoch nicht entkommen, und die Spannung selbst schimmerte durch ihren Kontrast, ihre Farben und die Art und Weise, wie sie ihre Werke orchestrierten.
Die Hudson River School war eine vielfältige Gruppe von Künstlern, darunter Einwanderer aus allen Gesellschaftsschichten, schwarze Künstler Jahrzehnte vor der Abschaffung und Künstlerinnen ein halbes Jahrhundert vor der Suffragettenbewegung. Einfach gesagt, bevor alles andere: Sie waren Menschen.
Einige der frühesten Praktizierenden des Luminismus nutzten Licht und Schatten, um sowohl die Schönheit der amerikanischen Natur darzustellen als auch die aufkommenden Spannungen des Bürgerkriegs zu kontrastieren, die sie nicht davon trennen konnten. Es war eine unverblümt patriotische Praxis, aber nicht ohne ein Gefühl der Scham.
Heute befinden sich viele amerikanische Künstler in diesem gleichen Zwiespalt. In Konflikt. Unverblümt stolz auf das Land, in dem sie aufgewachsen sind, aber beschämt über die unmoralischen Handlungen der Regierung, die es kontrolliert.
Beschämt über die staatlich geförderten Entführungen und Morde an ihren Nachbarn auf der anderen Straßenseite oder auf der anderen Seite des Globus.
Dieses Projekt ist ein Schnappschuss davon. Es feiert die Künstler der Hudson River School, während es gleichzeitig ihre Kunst absichtlich durch die Mittel der Bildgenerierungsnetzwerke (Progressive GANs) und anderer Kompressionstechnologien verschmutzt.
Das Ergebnis ist amerikanisch. Nicht das Amerika, das man besuchen kann, sondern das Amerika, das in unseren Köpfen feststeckt. Ideologisch, utopisch und völlig gebrochen in seinem Kern. Es ist etwas, auf das man stolz sein kann, aber dieser Stolz bringt auch Angst mit sich.
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